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nestor Newsletter 15/2008 [15. September 2008] 

Begrüßung
Wir freuen uns, Ihnen heute einen weiteren Newsletter des nestor Projektes präsentieren zu können. Mit diesem Newsletter möchten wir Sie über die jüngsten Entwicklungen in nestor und in weiteren Projekten zur digitalen Langzeitarchivierung informieren. Auf der Homepage des nestor Projektes können Sie sich jederzeit aktuell unterrichten. 


 
Inhalt

  
 
Einer der ersten Schritte für die langfristige Erhaltung digitaler Objekte ist die Überführung in ein digitales Langzeitarchiv. Die Übergabe der digitalen Objekte und der Verantwortung für die digitalen Objekte ist ein kritischer Prozess, in dem sowohl das Archiv als auch der Bereitsteller der Objekte wesentliche Aufgaben zu lösen hat, um die Qualität des Archivmaterials zu sichern. Darüber hinaus ist dieser Prozess auch sehr kostenintensiv; er macht ungefähr die Hälfte aller Kosten auf 20 Jahre aus, wie eine aktuelle Studie unter britischen Datenarchiven belegt.
Die nestor AG „Standards für Metadaten, Transfer von Objekten in digitale Langzeitarchive und Objektzugriff“ arbeitet an einem Ratgeber „Wege ins Archiv: Leitfaden für die Informationsübernahme ins digitale Langzeitarchiv". Er richtet sich sowohl an Institutionen, die ihre digitalen Objekte an ein Langzeitarchiv übergeben wollen, als auch an die digitalen Langzeitarchive selbst, um sie bei der Etablierung strukturierter Prozesse für die Übernahme zu unterstützen. 
Um den Entwurf dieses Ratgebers mit der Fachöffentlichkeit zu diskutieren lädt die nestor AG-Standards Experten aus Gedächtnisinstitutionen und andere Interessierte zu einem Workshop ein. Die Veranstaltung wird am 27. Oktober von 11:00 bis 15:30 Uhr im Bundesarchiv in Koblenz stattfinden. Sie können sich auf den Webseiten des nestor Projektes zu diesem Workshop anmelden.
 
 
Am 18. November 2008 wird im Bundesarchiv Koblenz von 11:00 Uhr bis 15:30 Uhr ein weiteres nestor Seminar stattfinden. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro.
Der Name PDF/A taucht zur Zeit in vielen Empfehlungen und Handreichungen zur digitalen Langzeiterhaltung auf. Das speziell zur Archivierung entwickelte Dateiformat (ISO 19005-1:2005) ist zu einer Art Hoffnungsträger geworden, dementsprechend hoch ist die Anspruchshaltung der Archivgemeinde. 
In diesem nestor-Seminar werden Experten des PDF/A – Competence Centers referieren und folgende Fragen ansprechen:
 
•          Welche Eigenschaften machen PDF/A zu einem geeigneten Archivformat?
•          Welche Objekte eignen sich für eine Archivierung in PDF/A?
•          Wie erzeugt man PDF/A Dateien (Konvertierungsworkflows)?
•          Wie überprüft man, ob man gültige PDF/A Dateien im Archiv hat?
•          Wo liegen die Grenzen von PDF/A?
•          PDF/A und Metadaten?
 
Frau Schroeder aus dem Bundesarchiv wird anschließend über die praktische Anwendung des PDF/A Standards im Digitalen Archiv des Bundesarchivs referieren, in welchem PDF/A Dateien zur Archivierung von elektronischen Akten aus Behördensystemen verwendet werden.
Die Veranstaltung richtet sich an Archivarinnen und Archivare, die elektronische Akten, digitale Bilder und Daten aus Digitalisierungsvorhaben langfristig in digitaler Form verfügbar halten wollen.
 
Zum Bibliothekartag 2008 ist eine überarbeitete Version des nestor Handbuches online gestellt worden.
Das nestor Handbuch - Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung versteht sich als Living Document, das auch künftig immer wieder verändert und den sich wandelnden Bedingungen angepasst werden wird.
Als augenfälligste Neuerungen der aktuellen Version sind die Direktzugriff auf Artikelebene und die Kommentarfunktion zu nennen. Letztere erlaubt die direkte Kontaktaufnahme mit dem für den jeweiligen Artikel zuständigen Editor, der Fragen, Anmerkungen und Kommentare direkt mit dem jeweiligen Autor erörtern kann. Etwaige Änderungen/Bearbeitungen der Artikel lassen sich von den Nutzern künftig nachvollziehen, da auch eine History-Funktion implementiert wurde. Des Weiteren wurde der Umfang des Handbuches deutlich erweitert, da eine Reihe Artikel ergänzt werden konnte.
In der Zukunft wird es weitere Ergänzungen und Veränderungen geben und für den Abschluss der nestor Projektphase im Sommer 2009 ist eine gedruckte Version des Handbuches geplant. 
 
  
Der vom Kompetenznetzwerk nestor organisierte und ausgerichtete Workshop auf dem Bibliothekartag 2008 in Mannheim konzentrierte sich auf erfolgreiche Umsetzungen sowie erfolgsversprechende Strategien der Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um sich über aktuelle Entwicklungen und laufende Projekte zu informieren.
Im Zentrum standen best-practise Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen, wie der Webarchivierung beim Baden-Württembergischen Online-Archiv (BOA) und der Langzeitarchivierung digitaler Unterlagen im Digitalen Archiv des Landesarchivs Baden-Württemberg.
Darüber hinaus wurde über den Einsatz des Bibliothekarischen Archivierungs- und Bereitstellungssystems (BABS) an der Bayerischen Staatsbibliothek München berichtet.
Als Beispiel aus dem Hochschulbereich wurden Umsetzung und Strategieentwicklung für die digitale Langzeitarchivierung an der ETH Zürich und der Universität Göttingen vorgestellt, sowie die besonderen Probleme bei der digitalen Langzeitarchivierung im Gesundheitswesen.
Neben der Vorstellung des konkreten Einsatzes des Kooperativen Aufbaus eines Langzeitarchivs digitaler Informationen (kopal) an der Deutschen Nationalbibliothek und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen wurden Ergebnisse aus unterschiedlichen nestor-Arbeitsgruppen, die an Modellen für die Nachnutzung und Implementierung in der Praxis arbeiten, der Öffentlichkeit präsentiert. Es wurden Voraussetzungen für die Langzeitarchivierung am Beispiel Vertrauenswürdiger Archive vorgestellt, sowie aus dem Bereich der Standardisierung ein Leitfaden für die Informationsübernahme (Ingest-Prozess) in das digitale Langzeitarchiv.
Weitere Beiträge behandelten die Entwicklung und Implementierung von Aus- und Weiterbildungsangeboten zur Langzeitarchivierung und die Vorstellung von unterschiedlichen Langzeitarchivierungssystemen.
Der Workshop bot einen guten Überblick nicht nur über die unterschiedlichen Bereiche, in denen die digitale Langzeitarchivierung zunehmend eine Rolle spielt, sondern zeigte auch die vielfältigen Ansätze, die sich mit der Lösung des Problems der dauerhaften Verfügbarkeit digitaler Objekte befassen. Das Wissen, welches sich um diesen Themenkomplex rankt, wächst stetig. Dem Motto des diesjährigen Bibliothekartages, "Wissen in Bewegung", folgend, hat das Kompetenznetzwerk nestor erneut einen Teil dazu beigetragen, dass das vielfältige Wissen im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung weiter Verbreitung gefunden hat.
 
Nachbericht zu den ersten beiden Sitzungen der nestor Task-Force Recht und Langzeitarchivierung
Auf einem nestor-Workshop zum Thema 'Rechtliche Problemfelder von aktuellen Langzeitarchivierungsprojekten in Deutschland' am 28. November 2007 wurde von den anwesenden Rechtsexperten aus Gedächtnisorganisationen und Forschungseinrichtungen erheblicher Handlungsbedarf im Bereich Recht und Langzeitarchivierung diagnostiziert. Um die identifizierten Problemfelder eingehend bearbeiten und Lösungsansätze entwickeln zu können, wurde die Bildung einer Task-Force im Rahmen der nestor AG Kooperative Langzeitarchivierung beschlossen. In bislang zwei Sitzungen am 19. Februar und 9. September 2008 in der Deutschen Nationalbibliothek widmeten sich die Task-Force-Mitglieder dabei in erster Linie den urheberrechtlichen Rahmenbedingungen der Langzeitarchivierung, da bereits auf dem Workshop klar geworden war, dass die geltenden Bestimmungen des deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG) eine effektive Archivierung, Erhaltung und Bereitstellung digitaler Objekte durch die Gedächtnisorganisationen erschweren bzw. verhindern.
Ausgehend von den Aufgabenbereichen Bestandsaufbau, Bestandssicherung und Bestandsvermittlung haben sich insbesondere das flächige Web-Harvesting, die Ablieferungspflicht für Netzpublikationen, die Durchführung von Migrations- und Emulationsverfahren, das Digital Rights Management (DRM) sowie die Fragen der Vermittlung der archivierten Bestände als urheberrechtlich sehr problematisch erwiesen und benötigen aus Sicht der Task-Force einer Klarstellung durch den Gesetzgeber im Rahmen eines möglichen „dritten Korbes“ des Urheberrechts. Eine erste Übersicht zu diesen Fragestellungen findet sich bereits im nestor-Handbuch, weitergehende Analysen und Stellungnahmen werden von der Task-Force derzeit erarbeitet.
Die Perspektive der Task-Force ist dabei jedoch keinesfalls allein auf die nationale Gesetzgebung beschränkt, denn es sind vor allem die europäischen und internationalen Vorgaben maßgeblich für die zukünftige Gestaltung des Urheberrechts. Dass in diesem Bereich bereits eine rege Diskussion im Gange ist, zeigt nicht zuletzt das im Juli 2008 von der EU-Kommission veröffentliche Grünbuch Urheberrechte in der wissensbestimmten Wirtschaft. Dieses Grünbuch soll die öffentliche und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema stimulieren und stellt dabei auch Fragen, die explizit die Langzeitarchivierung in Bibliotheken, Museen und Archiven betreffen. Eine nestor-Stellungnahme dazu befindet sich in der Vorbereitung. Auch alle anderen interessierten Kreise sind aufgerufen, die Fragen des Grünbuchs zu kommentieren und ihre Antworten bis zum 30.11.2008 an die EU Kommission zu senden.
Zielsetzung der Task-Force ist es, die rechtlichen Anforderungen und Bedürfnisse der Gedächtnisorganisationen im Handlungsfeld Langzeitarchivierung klar zu artikulieren und sie aktiv in laufende Diskussionen einzubringen um damit einen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Gedächtnisses leisten zu können. So wird Ellen Euler vom Institut für Informationsrecht in Karlsruhe auf der am 30. Oktober 2008 in Göttingen stattfindenden Urheberrechtstagung die Arbeit und erste Ergebnisse der Task-Force präsentieren und das Kompetenznetzwerk nestor als Ansprechpartner des Gesetzgebers vorstellen.
 
In der Woche vom 16. bis zum 20. Juni fand eine weitere gemeinsame Schulungsveranstaltung der Projekte nestor und DPE in der BDB-Musikakademie in Staufen/Breisgau statt. Das Interesse an der nestor/DPE Summer School 2008 war beachtlich: Gut 45 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – neben Studierenden vor allem Forscher, Firmenvertreter und Praktiker aus Archiven, Museen und Bibliotheken – nutzten die fünf Tage, um ihre Kenntnisse im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung zu vertiefen und sich auszutauschen.
Die School teilte sich in zwei Blöcke: Im ersten wurde ein allgemeiner Überblick über die Themenbereiche Metadaten und Standards im Kontext der Langzeitarchivierung gegeben. Daran schlossen sich Präsentationen zu File Formats/Significant Properties, OAIS, Zertifizierung und Auswahlkriterien an. Es folgte mit dem zweiten Block ein Aufbauworkshop zu Speichertechnologien und Strategien der digitalen Langzeitarchivierung. Fragen nach der Haltbarkeit von Datenträgern wurden hier ebenso behandelt wie die Auswahl geeigneter Strategien im Bereich Preservation Planning. Möglichkeiten zur vertiefenden Diskussion und zum Austausch fanden sich im Anschluss an die Vorträge in kleinen Übungsgruppen.
Wie die Auswertung der Evaluationsbögen zeigt, waren die Teilnehmer erneut mit dem gelungenen Programm, der Organisation und dem gut ausgestatteten Veranstaltungsort in der malerischen Umgebung des Breisgaus sehr zufrieden.
Für den 16. bis 20. März 2009 wird eine weitere nestor/DPE School geplant, die ebenfalls wieder in Staufen/Breisgau stattfinden wird. Über die Details werden wir Sie rechtzeitig auf der nestor Homepage und über die weiteren einschlägigen Kanäle informieren.
 
In den Räumen des Museums für Haustierkunde „Julius Kühn“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde von Referenten des Instituts für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, eine Fortbildungsveranstaltung für Museumsfachleute zum Thema der digitalen Langzeitarchivierung in Museen durchgeführt.
In seiner Einleitung zum Themenbereich unterstrich Stefan Rohde-Enslin die wachsende Bedeutung der Bewahrungsproblematik digitaler Daten in großen, wie in kleinen Museumseinrichtungen. Die Hervorhebung der besonderen Charakteristik digitaler Daten und digitaler Speichertechnologien bildete den Kern seiner Ausführungen. Durch die Vielzahl unterschiedlicher Medientypen in den Sammlungen, der Dokumentation und der Vermittlung (Bild-, Text- oder Tondokumente, Video, Datenbanken etc.) stehen Museen vor einer komplexen Aufgabe.
Anhand der wichtigsten Grundbegriffe der digitalen Langzeitarchivierung gab Winfried Bergmeyer einen Überblick über die z. Zt. aktuellen Konzepte (Migration, Emulation, Hardwaremuseum, Retrodigitalisierung) und Qualitätssicherung (Auswahl, Integrität, Authentizität und Vertrauenswürdigkeit).
Im abschließenden praktischen Teil stand die Erstellung eines individuellen, die personellen, technischen und finanziellen Ressourcen der Institutionen berücksichtigenden Konzeptes im Mittelpunkt. Die Nachfrage nach praktischen Hilfsmitteln in Form von Best-Practice Beispielen, Format- oder Hardwareempfehlungen wurde durch den Verweis auf die nestor-Website als zentrales Informationsportal zum Thema digitaler Langzeitarchivierung beantwortet.     
Die erfreuliche hohe Zahl der Zuhörer (ca. 60 Personen) sowie die sehr rege Diskussion zeigte das große Interesse an dieser Thematik innerhalb des Museumsverbandes. Gleichzeitig wurde der Informationsbedarf der Museen zum langfristigen Umgang mit digitalen Objekten deutlich.
 

  
Gastbeiträge geben die Meinung der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors wieder. Die Verantwortung für den Inhalt des Beitrags trägt die Autorin / der Autor.
 
 
Das EU-Projekt PARSE.Insight - INSIGHT into issues of Permanent Access to the Records of Science in Europe hat zum März 2008 seine Arbeit aufgenommen. Es beschäftigt sich mit der Langzeitarchivierung und Bereitstellung wissenschaftlicher Primärdaten sowie deren Verlinkung mit Publikationen.
Wissenschaftliche Primärdaten liegen in verschiedenen Dateiformaten und -größen vor, sind häufig über Forschungseinrichtungen verstreut und werden in vielen Fällen vor Ort von den Forschern selbst verwaltet. Durch die schnelle Alterung von Datenträgern, Formaten sowie Soft- und Hardwareumgebungen sind sie in ihrer Langzeitverfügbarkeit bedroht. Oft fehlen Strategien zur Langzeitarchivierung dieser Daten, so dass sie für die Zukunft nicht langfristig gesichert und nicht allgemein zugänglich sind. Es droht demnach der Verlust von Daten, die für die Forschung von großer Bedeutung sind.
Ziel von PARSE.Insight ist die Erarbeitung einer Roadmap und von Empfehlungen zur Unterstützung der e-Infrastruktur zur digitalen Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit dieser wissenschaftlichen Primärdaten. Die Projektpartner analysieren hierzu zunächst die an der Langzeitarchivierung und Bereitstellung von wissenschaftlichen Primärdaten beteiligten Communities. Anschließend führen sie eine EU-weite Umfrage durch um zu ermitteln, wie wissenschaftliche Primärdaten zurzeit langzeitarchiviert werden. Drei Fallstudien in den Bereichen Hochenergiephysik, Geowissenschaften und Sozialwissenschaften liefern ergänzende fachspezifische Informationen. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die Lücken in der europäischen e-Infrastruktur unter dem Gesichtspunkt der langfristigen Nutzbarkeit wissenschaftlicher Primärdaten ermittelt und anschließend ein Werkzeug zur Unterstützung von Investitions- und Infrastrukturentscheidungen der EU zur langfristigen Sicherung des Zugangs zu wissenschaftlichen Primärdaten konzipiert. PARSE.Insight leistet somit einen bedeutenden Beitrag dazu, die für die Forschung grundlegenden Daten für die Zukunft zu sichern, bereit zu halten und zugänglich zu machen.
In PARSE.Insight arbeiten neun Partner aus den Bereichen Bibliothek, Forschung, Publizistik und Politik zusammen. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt.
Autorin: Beate Sturm

Digitale Langzeitarchivierung am Brandenburgischen Landeshauptarchiv
Die Entwicklung von Strategien zur Archivierung elektronischer Unterlagen beschäftigt das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) seit vielen Jahren. Über die Mitarbeit des BLHA in einschlägigen Landesarbeitsgruppen und E-Government- Gremien konnte in der Brandenburgischen Landesverwaltung ein Verständnis darüber erreicht werden, dass die Regelung der Schriftgutverwaltung eine Grundvoraussetzung zur Einführung elektronischer Akten ist.
Das "BLACKBOX"-Verfahren XML-Archivschnittstelle (EL.DOK) eine Basiskomponente des E-Government-Masterplans des Landes Brandenburg ist eine kooperative Entwicklung der Beteiligten Brandenburgisches Landeshauptarchiv und der Firmen H&T Greenline GmbH und EMC2. Sie basiert auf einer .NET-Applikation, die gemäß DOMEA-Richtlinien eine Interaktion zwischen DMS/VBS des Landes Brandenburg und dem Langzeitspeicher des BLHA, einer CENTERA erlaubt. 
Die Applikation wurde entwickelt im Kontext der OAIS-Standards und basiert auf dem Erweiterungsmodul zum Organisationskonzept DOMEA 2.0 "Aussonderung und Archivierung elektronischer Akten". Die Speicherung des elektronischen Archivguts erfolgt auf speziellen Archivierungssystemen, d.h. geeigneten Speichermedien unter Wahrung der Integrität und Authentizität ( z.B. WORM, Bandroboter, CENTERA (Festplattenbasiertes System)'. Die Archivierung elektronischer Unterlagen auf exotischen anderen Speichern wie CD, DVD, Disketten usw. verbietet sich wegen der fehlenden Standards und des unkalkulierbaren Pflegeaufwandes. Neben der Schaffung der archivischen Infrastruktur ist es unabdingbar, unter Nutzung geeigneter Technologien, organisatorische Festlegungen zur Datensicherung und zu Zugriffsberechtigungen zu treffen, um den Erhalts des öffentlichen Glaubens sicherzustellen. Die Anwendung bedient sich der XDOMEA-Schnittstelle mit den im Test ermittelten brandenburgischen Spezifikationen bzw. XDOMEA 2.0. nach Fertigstellung, setzt als Leitprojekt den Landesstandard zur Übergabe elektronischer Daten und erspart den Nutzern DOMEA-zertifizierter DMS Entwicklungskosten für spezifische Ausgabeschnittstellen.
Mit dem Projekt wird eine Anwendung zur Langzeitarchivierung der im Rahmen der E-Government-Projekte entstehenden elektronischen Akten zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Lebenszyklus der elektronischen Akte schließt es an die Dokumentenmanagementsysteme des Landes und die übrigen IT-Verfahren an. Damit werden die gesetzlichen Anforderungen des brandenburgischen Archivgesetzes umgesetzt. Das Projektergebnis zeigt, dass elektronische Akten unter Nutzung der Vorgaben des Domea Erweiterungsmoduls zum Organisationskonzept 2.0. Aussonderung und Archivierung elektronischer Akten archivierbar sind. Das BLHA ist nunmehr in der Lage aus jedem DOMEA-konformen VBS/DMS des Landes archivwürdige elektronische Akten zu übernehmen, zu erschließen und zur Benutzung (Retrieval) zur Verfügung zu stellen.
Die Erfahrungen, die wir aus dem Projektbetrieb mit dem noch kleinen digitalen Archiv gewinnen, können wir wiederum in unsere Konzeption zur Behördenberatung (Fachkonzepte, Formate, Schriftgutverwaltung) einbringen. Insofern wird der Umgang mit elektronischen Akten auch für den Archivar Alltag.
Autor: Jörg Homberg


 
 
Veranstaltungen, auf denen nestor vorgestellt wurde:
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